Rosen für heiße Sommer – Blütenfülle trotz Hitze und Trockenheit

Rosen für heiße Sommer – Blütenfülle trotz Hitze und Trockenheit

Wenn der Sommer extreme Bedingungen mit sich bringt, zeigen Rosen, was in ihnen steckt. Viele Sorten kommen mit viel Sonne und wenig Regen erstaunlich gut zurecht und blühen unermüdlich weiter. Dazu sind ihre offenen Blüten eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten – und machen den Garten über viele Wochen zu einem summenden Blütenparadies.

So hilft sich die Rose selbst

Rosen gehören zu den Pflanzen, die mit warmen und sonnigen Sommern erstaunlich gut zurechtkommen. Während andere Blüher bei großer Wärme schnell schlapp machen, wachsen Rosen weiter und bilden immer neue Knospen. So begleiten sie uns durch den ganzen Sommer und oft bis weit in den Herbst hinein. Der Grund dafür liegt in einem besonderen Schutzmechanismus: Droht Wassermangel, reduzieren Rosen die Verdunstung über ihre Blätter. Gleichzeitig bilden sie Stoffe, die helfen, die Feuchtigkeit in der Pflanze zu halten. Bei großer Wärme sorgen außerdem spezielle Proteine dafür, dass Blätter und Blüten keinen Schaden nehmen. So bleiben sie auch in regenarmen Zeiten vital und blühfreudig.

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So kommen viele Rosenarten mit Trockenheit besser zurecht, als man vermuten würde. Das liegt vor allem daran, dass sie mit den Jahren tiefe Wurzeln bilden. Während viele Stauden nur die oberen Bodenschichten durchwurzeln, holen sich Rosen ihr Wasser aus tieferen Erdschichten und überstehen deshalb auch längere Trockenperioden vergleichsweise gut. Voraussetzung ist allerdings, dass die Pflanzen gut eingewachsen sind – frisch gepflanzte brauchen in den ersten Jahren noch regelmäßig Wasser.

Nicht jede Rose ist gleich

Wie gut eine Rose mit Hitze zurechtkommt, hängt auch stark von der Art und Sorte ab. Besonders robust gelten Wildrosen, Strauchrosen und viele moderne Beetrosen. Sie sind widerstandsfähig, blühen lange und kommen mit sonnigen Standorten gut zurecht. Einige neuere Sorten wurden sogar gezielt darauf gezüchtet, mit Hitze, starker Sonneneinstrahlung und Trockenperioden besser
umzugehen. Ihre Blüten verbrennen weniger schnell in der Sonne, und auch die Blütenfarben bleiben länger stabil.

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Wo Rosen sich wohlfühlen

Wichtig für gesunde Rosen in trockenen Sommern ist vor allem der richtige Standort. Die Klassiker unter den Blumen mögen Sonne und einen luftigen Platz, an dem die Blätter nach Regenschauern schnell abtrocknen können. Der Boden sollte Wasser speichern können, ohne dass Staunässe entsteht. Sehr leichte, sandige Böden trocknen schnell aus, während lehmhaltige Böden die Feuchtigkeit besser halten und die Pflanzen dort deutlich weniger unter Trockenheit leiden.

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Lieber selten, dafür gründlich gießen

Auch beim Gießen gilt: lieber seltener, dafür durchdringend wässern. So wird das Wasser in tiefere Bodenschichten gespült und die Wurzeln wachsen nach unten. Häufige kleine Wassergaben führen hingegen dazu, dass Rosen nur oberflächlich wurzeln und dadurch empfindlicher auf Trockenheit reagieren. Sind die Pflanzen erst einmal gut eingewachsen, zeigen sie sich erstaunlich robust. Selbst nach längeren Trockenperioden treiben viele Sorten wieder neu aus und blühen weiter. Gerade deshalb gelten Rosen heute als wichtige Gartenpflanzen für warme Sommer – pflegeleicht, langlebig und blühfreudig über viele Wochen hinweg.

Ein Fest für Bienen und andere Insekten

Rosen gehören nicht nur zu den schönsten Blühpflanzen im Garten, sie sind auch eine wertvolle Nahrungsquelle für viele Insekten. Besonders ungefüllte und halbgefüllte Rosen bieten mit ihren offenen Blüten reichlich Pollen.

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Gefüllte versus ungefüllte Blüten

Im Gegensatz zu vielen stark gefüllten Züchtungen ist bei ungefüllten Rosen die Blütenmitte frei zugänglich. Dort sitzen zahlreiche Staubgefäße, an denen die Insekten den eiweißreichen Pollen sammeln. Nektar produzieren sie nur wenig, doch der Pollen ist für viele Insekten eine wichtige Nahrungsquelle, vor allem für Wildbienen, die ihre Brut damit versorgen. Während Honigbienen vor allem Nektar sammeln, sind Wildbienen auf Pollen angewiesen – und genau diesen finden sie in offenen Rosenblüten in großer Menge.

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Besonders naturnah sind Wild- und einfache Strauchrosen. Sie sind robust, pflegeleicht und bilden im Herbst zudem Hagebutten, die Vögeln als Nahrung dienen. Wer sie pflanzt, kann also nicht nur die eigene Freude an den Blüten genießen, sondern gleichzeitig etwas für die Tierwelt tun. Ein Rosengarten ist deshalb immer auch ein kleiner Lebensraum – voller Duft, Farbe und Leben.

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