Slow Flowers – Was steckt dahinter?

Eine Vielzahl der Schnittblumen, die heutzutage auf den Großmärkten vertrieben werden, haben bereits einen langen Transportweg hinter sich und einen entsprechend großen CO2-Fußabdruck auf unserer Erde hinterlassen. Meist werden diese in Europa sowie weltweit durch einen energie-intensiven Anbau hervorgebracht, bei denen besondere Beleuchtungen, Heizungen sowie Lüftungen verwendet werden, um ein schnelles Wachstum und eine gute Ernte zu gewährleisten. Dazu trägt vor allem auch die Globalisierung der Welt ihren Teil bei.

Das der Anbau von Schnittblumen auch regional, nachhaltig und pestizidfrei geschehen kann, zeigt die Slowflower-Bewegung. Dabei handelt es sich um Floristen, Gärtner und Flowerfarmer in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich im Jahr 2019 zu diesem Kollektiv zusammengeschlossen haben. Die meisten Mitglieder, der noch recht kleinen Gruppe, bewirtschaften Felder, die meist nur maximal einen Hektar groß sind. Sie haben sich entschieden, nur noch Schnittblumen aus der eigenen Region zu verwenden, die frei von Pestiziden und Giften sind. Zusätzlich setzen sie sich für einen nachhaltigen Schnittblumenanbau ein, verwenden Bio-Saatgut und düngen ihre Felder nur mit organischen Mitteln.

Mittlerweile zählen deutschlandweit rund 120 Mitglieder zu dieser Bewegung. 85 % davon sind kleine, Ein-Mann bzw. Zwei-Mann-Betriebe. 70 % der Betriebe sind Farmer-FloristInnen.

Auch bei der Verpackung ihrer Werkstücke achten sie auf die Verwendung umweltschonender Materialien und greifen auf alternative Steckhilfen wie z.B. Kenzane sowie Bambusröhren etc. zurück.

            Das sind ihre Grundsätze:

  • keine Pestizide
  • düngen nur mit organischem Material
  • Verzicht zu 100 % auf den Einsatz von genmanipulierten Pflanzen
  • Saatgut biologischen Ursprungs

Da diese Bewegung noch relativ klein ist, kann sie natürlich nicht den Bedarf an Schnittblumen decken, der täglich in Deutschland gefragt ist.

Aber es ist schon jetzt möglich, im Blumenfachgeschäft auch auf regionale Blumen und besonders auf Fairtrade-Produkte sowie Bio-Blumen zu setzen und diese durch die richtige Ladenpräsentation auch für Kunden interessant zu gestalten. Bio-Blumen haben den weiteren Vorteil, dass sie zwar langsamer wachsen, jedoch Hummeln und Bienen als Nahrungsangebot dienen und zur Artenvielfalt in der Natur beitragen.

Auch, wenn es nur kleine Schritte, wie zum Beispiel der Verzicht von Einmalverpackungen oder Folie bei Blumensträußen – so tragen sie trotzdem schon zu einer positiven Veränderung bei. Lieber kleine Schritte als keine Schritte!

Wenn ihr mehr zu diesem Thema erfahren wollt, dann schaut bei www.slowflower-bewegung.de vorbei.

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