Vom 17. bis 26. April 2026 verwandelt die Ausstellung „Palastblühen“ den Kunstpalast Düsseldorf in ein florales Erlebnis – mitgestaltet von acht Blumenfachgeschäften aus der Stadt. Wir stellen sie euch vor.
Dornrose
Sabine Krusekopf
Sabine Krusekopf ist in einer Gärtnerei mit angeschlossenem Blumenladen groß geworden und kennt das floristische Handwerk seit ihrer Kindheit. Nach einer Ausbildung zur Gärtnerin und einem Studium der Lebensmitteltechnologie machte sie sich schließlich selbstständig. Seit nunmehr 20 Jahren betreibt sie ihren Laden Dornrose im lebendigen Düsseldorfer Stadtteil Flingern, umgeben von kleinen Boutiquen, Galerien und Cafés. Krusekopf arbeitet bevorzugt mit saisonalen sowie besonderen, seltenen Blumenarten. Ihr Stil ist geprägt von einer natürlichen, ungekünstelten Gestaltung.
Nymph Blumen
Alla Mandic & Team
Alla Mandic stammt aus Kiew und kam 1995 für ein Innenarchitekturstudium nach Düsseldorf. Schon während ihrer Schulzeit arbeitete sie in einem Blumenbetrieb und entdeckte dort ihre Leidenschaft für die Floristik. Die Verbindung von Raumgestaltung und floralen Arrangements bildet bis heute den Kern ihres 2010 gegründeten Unternehmens. Inspiriert von Claude Monets Garten im französischen Giverny sowie von den Ideen des Bauhauses entwickelte Mandic ihren eigenen Stil. In ihrer Werkstatt entstehen Raumkonzepte, die mit den Möglichkeiten des Materials spielen und immer wieder neue gestalterische Ansätze erproben.
October First Studio
Nina Gehrke
Farben und ihre Wirkung stehen im Zentrum von Nina Gehrkes floralen Gestaltungen. Bei der Entwicklung ihrer Arrangements lässt sie sich von internationalen Floristikstudios inspirieren, darunter Metaflora in New York, Leigh Chappell Flowers in London oder Debeaulieu in Paris. Die studierte Betriebswirtin begann ihre Ausbildung zur Floristin in Zürich und schloss sie 2020 in Innsbruck ab. In ihrem kleinen Studio im Düsseldorfer Stadtteil Oberbilk realisiert sie vielfältige Projekte und bietet zudem Workshops an. Die Arbeit mit dem natürlichen Material – und die Einzigartigkeit jeder einzelnen Blüte und jedes Blattes – macht diesen Beruf für sie besonders erfüllend.
Blüten&meer
Janina Rüger
Wie kann man als Floristin nachhaltig arbeiten? Für Janina Rüger ist diese Frage entscheidend. Sie setzt vor allem auf saisonale Blumen und arbeitet eng mit regionalen Gärtnereien zusammen. Seit 2023 führt sie ihren Laden „Blüten&meer“ in der Schwerinstraße in Pempelfort. Ihre farbenfrohen, natürlich arrangierten Sträuße leben von liebevollen Details. Neue Gestaltungsideen entwickelt die ausgebildete Floristin nicht nur im Atelier, sondern auch im Austausch mit ihren KundInnen, die sie bei Hochzeiten, Firmenfeiern oder Traueranlässen begleitet.
Tannendiele
Michael Frings, Astrid Franke, Yeo Jin Choi, Nele Pelz
Als Jahrgangsbester seiner Innung schloss Michael Frings seine Ausbildung zum Floristen ab. Anschließend arbeitete er für Ausstellungen, Bühnenshows, Fotoshootings und Messeauftritte, bevor er seinen eigenen Laden Tannendiele eröffnete. In seinen Arrangements steht stets die Blume selbst im Mittelpunkt. Sein Stil wird geprägt durch den Einsatz saisonaler und regionaler Pflanzen – ob frisch, mit Wurzel, getrocknet oder präpariert. Inspiration findet Frings bei internationalen KollegInnen, darunter der norwegische Meisterflorist Stein Are Hansen und der belgische Blumenkünstler Daniel Ost.
Blumenhaus am Hofgarten
Tino Hoogterp, Luisa König, Jule Schnaugst, Kristina Janet Schacke
Das Blumenhaus besteht seit fast einem Jahrhundert. Inhaber Tino Hoogterp ist mit Blumen und Pflanzen groß geworden – im Laden seiner Eltern in Recklinghausen. Nach seiner Ausbildung zum Floristen führte ihn sein Weg quer durch Europa: von Graz über Düsseldorf bis nach Helsinki. Sein Stil zeichnet sich durch klare, reduzierte Formen und harmonische Farbkompositionen aus. Für Hoogterp ist Floristik eine Kunstform; 2024 erreichte er damit den fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Zu seinen wichtigsten Inspirationsquellen zählen international bekannte Floristinnen und Gestalterinnen wie Gregor Lersch, Bart Hassam und Ursula Wegener.
Victor Breuer – Floristmeister
Victor Breuer, Nele Münzer, Dominik Zelles
Von Düsseldorf bis Miami, von Paris bis Forte dei Marmi: Mit seiner Leidenschaft für Architektur und Interior Design sowie seinem feinen Gespür für Farben, Texturen und Formen hat Victor Breuer eine ganz eigene florale Handschrift entwickelt. Nach seinem Meisterabschluss in Niederbayern zog es ihn direkt nach Düsseldorf. Heute ist er Floristmeister und führt ein eigenes Blumengeschäft im Herzen von Pempelfort. Inspiriert von der Natur und ihren vielfältigen Ausdrucksformen verbindet er handwerkliche Präzision mit kreativer Gestaltung.
Blumenbinderei Lehmann
Victoria Bernds
Während der Corona-Pandemie stieg Victoria Bernds zunächst nur aushilfsweise im elterlichen Blumenladen ein. Doch aus dem spontanen Einspringen wurde schnell mehr: Die studierte Asienwissenschaftlerin fand Gefallen an der Arbeit – und erhielt schließlich fast nebenbei eine Ausbildung. Floristik liegt bei ihr in der Familie: Beide Eltern stammen aus GärtnerInnen-Haushalten, sind Meister ihres Fachs und haben unter dem renommierten deutschen Floristen Gregor Lersch gearbeitet. Heute verbindet Bernds ihr akademisches Wissen mit der Arbeit im Laden. Besonders die japanische Architektur und die koreanische Floristik prägen ihre Gestaltungsideen. Für sie steht fest: „Wenn ich alles richtig gemacht habe, machen Blumen alles ein bisschen besser.“
Fotos: Achterwinter
Mehr Infos sowie Tickets findet ihr unter: kunstpalast.de















